Working out Loud & Mindset – was dahinter steckt

Wofür Working-out-Loud steht 

Der Hashtag #WOL kursiert seit gut 1-2 Jahren auch in der deutschen Twitter-, Blog- und LinkedIn-Sphäre. Was ist dran an "Working out loud", worum geht es? 

Schnell klären lässt sich: Trotz des Imperativs geht es bei WOL nicht darum, seine Arbeit laut schreiend zu verrichten. WOL möchte nicht extrovertierte Mitarbeiter noch weiter in den Vordergrund stellen – im Gegenteil, bei WOL geht es vor allem um Transparenz, Vernetzung und um die Förderung eines konstruktiven Mindsets (Growth Mindset: Carol Dweck). Entscheidend ist dabei das vernetzte Arbeiten über Hierarchiegrenzen hinaus. Ein hoher Anspruch also, der tief in die Unternehmenskultur eingreift. 

Foto: Martin Arnest Probst. typeseven.de

Foto: Martin Arnest Probst. typeseven.de

Erstmals beschrieben von Bryce Williams wurde Working-out-Loud durch John Stepper´s Buch und seine TEDs international bekannt. WOL versteht sich als Bewegung und folgt fünf zentralen Prinzipien

  • Beziehungen: Es geht um nachhaltige Beziehungen, in denen man sich hilft. 

  • Großzügigkeit: Alle teilen Wissen, großzügig, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. 

  • Sichtbare Arbeit: Transparenz und Wissensteilung ist ein Grundprinzip von WOL.
    So entsteht ein konstruktiver, nutzbarer Beitrag für das Netzwerk.

  • Zielgerichtetes Entdecken: Lernende Haltung und Fokus auf die eigenen Ziele mit Unterstützung des Netzwerks. 

  • Wachstumsorientiertes Denken: Hier geht es um das Mindset. Ein Growth Mindset sieht die Möglichkeiten, ist lösungsorientiert, im Gegensatz zu einem geschlossenen (fixed) Mindset, dass auf Probleme fixiert ist und Chancen und Innovation behindern kann.

Zuletzt hatten Firmen wie Bosch in Blogs und Presseerklärungen über "Die Zukunft des Arbeitens" #WOL als Arbeitsparadigma und Mindset für vernetztes Arbeiten und die digitale Transformation bekannt gemacht. 

Working Out Loud ist mir wichtig, weil das vernetzte Arbeiten und das Nutzen der digitalen Möglichkeiten grundlegende Fähigkeiten im digitalen Zeitalter für uns alle sind. Und somit ist WOL auch für Bosch sehr wichtig. Die WOL Circles sind eine ganz praktische Methode, diese Fähigkeiten zu erlernen. Mich beeindruckt, wie schnell sich das Thema bei uns verbreitet hat und wie positiv das weltweite Feedback ist. Ich höre immer wieder, dass die Methode aufgrund ihrer Vielseitigkeit und ihrer Einfachheit ganz unterschiedliche Mitarbeiter begeistert und überzeugt.
— Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH

WOL und Circles für Strategie und Transformation nutzen

John Stepper selbst erzählt, dass seine Ausgangsmotivation die Frage war: "Wie können Mitarbeiter im Unternehmen größeres Interesse an Collaboration-Tools bekommen?".

Ein zentrales Instrument von WOL sind die "Circles". Ursprünglich gedacht zur Entwicklung und Förderung von persönlichen Zielen, kann WOL auch mit unternehmerischen Interessen verbunden werden. Strategische Initiativen und Projekte, die Mitarbeiter verfolgen, lassen sich nach dem gleichen Prinzip fördern – vorausgesetzt die Mitarbeiter erhalten ein entsprechendes Zeitbudget, dass jedoch überschaubar ist, denn Circles funktionieren nach einfachen Prinzipien: 

  • Kleine Gruppen von 3-5 Personen

  • 12 Wochen lang regelmäßige Treffen einmal pro Woche für eine Stunde

  • Die Gruppen brauchen eine hohe Termindisziplin und kommunizieren über Collaboration-Tools auch zwischendurch (Slack u. a.).

Es gibt mittlerweile einen Leitfaden auf Deutsch – für eine ganzheitliche und strategiekonforme Integration sprechen Sie uns an.

Unsere Erfahrungen

Wir haben #WOL und vergleichbare, kommunikative und auf Vernetzung ausgelegte Formate erprobt und eingeführt. Die Ergebnisse waren: 

  • Eine höhere Vernetzung

  • Eigene Produktideen

  • Neue Kommunikationsformate

  • Neue Werkzeuge und Prozesse für den Arbeitsalltag

Wir unterstützen Sie gerne mit der Konzeption, der Kommunikation und der Etablierung von ersten Workshops, WOL-Experten und den notwendigen Collaboration-Tools.